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INSPECTOR

 

ein CAMPS-Projekt

Rapid Prototyping-Modell des Weltraumkamera-Roboters

H. Purwin, K. Feller, J.B. Haake; 1996


Projektpartner

DASA ,Raumfahrt – Infrastruktur, Bremen
DTM, Rapid-Prototyping – Technologie, Hilden

  - RP-Verfahren: selektives Lasersintern (SLS), Material: Polyamid
  - RP-Maschine: DTM Sinterstation 2000
  - Modellmaßstab: 1:3
  - Vergleichsstudie konventioneller Modellbau


Ein anspruchsvolles Demonstrationsmodell wurde für den XMIR-INSPECTOR
erstellt. Es handelte sich um ein Basis-Mock Up für den ersten
freifliegenden, mit einer hochauflösenden Videokamera ausgestatten
Raumstations-Beobachter.

Entwickelt wurde der INSPECTOR von der Daimler-Benz Aerospace (DASA),
Abteilung Raumfahrt-Infrastruktur in Zusammenarbeit mit der
RSC-Energiea, Rußland, sowie der Firma Boeing.

Im Rahmen des CAMPS-Projektes STRADA konnten folgende Schritte
erfolgreich durchgeführt werden:


    - AD-Daten-Transfer von der DASA, Bremen zur FHD mittels FTP
    - Import der unter dem CAD/CAM-Tool CATIA konstruierten Modells nach 
      EUKLID (CCS)
    - STL-gerechte CAD-Datenaufbereitung
    - Erfolgreiches Rapid -Prototyping eines Nylon-Modells im Maßstab 1:3 
      mit SLS durch die DTM GmbH, Hilden
    - Sinnvoller Einsatz des RP-Modells durch die DASA für weiterführende 
      Konstruktionsbesprechungen, Platzierungs- untersuchungen und 
      Akquisitionsgesprächen. 


Die XMIR-Mission des Inspectors fand vom 17.12.1997 bis 16.2. 1998
statt.


Pressemitteilungen (DASA)

Daimler-Benz Aerospace zieht nach Inspector-Mission wertvolle
Erkenntnisse für Aufbau neuer Produktlinie Bremen, 11. März 1998

Die Erprobung des freifliegenden Raumstationsbeobachters X-Mir
Inspector ist beendet. Wie der Geschäftsbereich Raumfahrt-
Infrastruktur der Daimler-Benz Aerospace AG (Dasa, München) am
Mittwoch in Bremen mitteilte, konnten über einen Zeitraum von acht
Wochen wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, die in den Aufbau 
einer vielseitigen Produktfamilie einfließen.

X-Mir Inspector war am 17. Dezember 1997 nahe der russischen
Raumstation Mir vom Transportfahrzeug Progress ausgesetzt worden. 
Zwei Tage lang umflog der Raumstations-Beobachter in einem
Sicherheitsabstand Transporter und Raumstation, gesteuert vom
Mir-Kosmonauten Pavel Vinogradov. Über die Inspector-Steuerzentrale 
in der Mir-Station wurden erste eindrucksvolle Fotos aus dem Weltraum
zum Boden gefunkt. Nach der Rückkehr der Mir-Besatzung am 19. Februar
zur Erde konnte das Inspector-Projekt Videobänder und
Computerfestplatte in Empfang nehmen und mit der Missionsauswertung
beginnen. Die Ergebnisse sollen im April dieses Jahres vorgestellt
werden.

Gleichzeitig überprüfen die Raumfahrtagenturen NASA als künftiger
Auftraggeber, RKA (Moskau als Partner) sowie die europäische
Weltraumorganisation ESA und das Deutsche Zentrum für Luft- und
Raumfahrt (DLR) die Ergebnisse in Houston/Texas, um weitere Schritte
im Rahmen des amerikanischen Technologieprogramms festzulegen. Im
Mittelpunkt stehen dabei die beiden ersten Missionstage von X-Mir
Inspector und das kurzfristig geänderte Aufgabenprofil. Nach dem
Aussetzen hatten sich Probleme mit dem bordeigenen Lageregelungs-
system ergeben. Die Fehlerursache konnte infolge der sehr kurzen
Missionsabläufe sowie der begrenzten Kontaktzeiten mit dem
Bodenkontrollzentrum nicht schnell genug korrigiert werden. Das
Inspector-Sicherheitssystem hatte daraufhin das Antriebssystem für 
die Flugmanöver um Progress und Mir nicht aktiviert.

Am 18. Dezember 1997 begann der Raumstations-Beobachter seine
Sekundärmission zur Beobachtung der Weltraumumgebung und der Erde. 
Vom 23. Dezember 1997 bis einschließlich 16. Februar dieses Jahres
leitete und kontrollierte der Geschäftsbereich Raumfahrt-
Infrastruktur in Bremen in Zusammenarbeit mit dem DLR-Zentrum
Oberpfaffenhofen bei München den weiteren Inspector-Flug. Während 
des Testbetriebs wurden erstmalig die Übertragungstechniken direkt 
von Inspector zum Boden wie die Steuerbarkeit des Flugkörpers
überprüft. Dabei ist das Verhalten auch unter extremen Situationen 
und Fehlerfällen überprüft worden. Während der gesamten Zeit wurden
Aufnahmen der Erde aufgezeichnet, bewährten sich alle Untersysteme 
und Antriebssysteme. Ein Kreiselausfall führte letztendlich zum 
frühen Missionsende.

Bereits vor der endgültigen Auswertung aller Daten und Bilder steht
fest, daß die in die Neuentwicklung gesetzten Erwartungen weitgehend
erfüllt werden konnten. Das technologische Konzept mit all seinen
Betriebssystemen wurde nachgewiesen. Dazu gehören besonders die
Steuerbarkeit durch Kosmonauten, Kommunikation und Video-Navigation
sowie die Bilddatenübertragung. Weiterentwickelte Systeme, die neben
der Beobachtung und Erprobung von Sensoren auch Wartungs- und
Reparaturaufgaben wahrnehmen sowie als freifliegende
Experimententräger eingesetzt werden sollen, sind für den
kommerziellen Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS geplant.
Bei den ISS-Inspectoren werden die Dasa und RSC-Energia mit Boeing 
und der NASA zusammenarbeiten. Auch für diese Kooperationsvorhaben 
hat X-Mir Inspector den Grundstein gelegt. Entwicklungs- und
Verifikationsmethoden haben die Funktionalität unbemannter
Raumflugkörper als automatische Helfer bei bemannten Mission
nachgewiesen.



 




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